Die Bürgerpolizei Bernsdorf klärt auf!

Wie kann man sich gegen Diebstahl beim Einkaufen und Betrug am Telefon schützen?

Seit letztem Jahr kam es in Bernsdorf vermehrt zu Diebstählen beim Einkaufen. Geklaut wurden vor allem Geldbörsen aus den Handtaschen. Ganz still und unaufmerksam wurden sie aus den Einkaufsbeuteln oder Handtaschen, die an den Einkaufswagen hingen oder drin lagen, entwendet.

Matthias Kirschner, Bürgerpolizist in Bernsdorf, sagt dazu, dass die meisten Leute sagen, „mir passiert so etwas nicht, ich habe meine Tasche immer im Blick.“ Dass das nicht so ist, zeigen die Befragungen der geschädigten Personen, die ihren Schaden zur Anzeige brachten. Aber auch ein Selbsttest des Polizisten zeigte, wie einfach es ist, die Geldbörsen zu entnehmen. Herr Kirschner sagt: „Es dauert drei Sekunden und das Portmonee ist aus einer offenen Handtasche im Korb entwendet. Bei einer geschlossenen Handtasche dauert es ganze fünf Sekunden und das Geld ist weg.“ Eindrucksvoll demonstrierte er dies mit seiner Kollegin beim Infoabend im MGH.

Wie kann man sich gegen solche Handlanger schützen?

Hierzu gab es im Gespräch viele hilfreiche Tipps.

Das Wichtigste überhaupt ist es, seine Tasche am Körper zu tragen und diese geschlossen zu halten. Beim Einkaufen ist man so schnell abgelenkt, dass man den Diebstahl erst an der Kasse merkt. Dabei ist es auch egal, ob der Laden voll ist oder nur wenige Leute zu der Zeit einkaufen sind. Die Auswertungen der gemeldeten Schadensfälle zeigt deutlich, dass es immer und überall passieren kann. Die Mitarbeiter der Einkaufsmärkte sind bereits sensibilisiert und geschult worden durch die Polizei.
Matthias Kirschner empfiehlt auch das Bargeld und alle wichtigen Dokumente getrennt voneinander aufzubewahren und gegebenenfalls nur die Geldbörse zum Einkaufen mitzunehmen. So erspart man sich im Fall eines Diebstahles die Behördengänge und Kartensperrungen. Zumal eine Kartensperrung bei seiner Bank nicht zu 100 % vor weiterem Diebstahl schützt. Denn selbst wenn die Karte gesperrt ist, kann der Dieb damit problemlos Einkäufe in Höhe von bis zu 25 Euro tätigen. Hierzu empfiehlt, der Polizist, dass man jeden Diebstahl meldet. Auch wenn man sein Geld nicht wieder bekommt und der Täter nicht gefasst wird, so kann aber durch die Anzeige bei der Polizei eine Meldung an den Einzelhandel getätigt werden. Dann können die Diebe auch nicht mehr mit der Karte zahlen. Eine automatische Sperrung durch die Bank an den Einzelhandel erfolgt nicht, da diese Schnittstellen nicht vernetzt sind. Ein weiterer Vorteil einer Meldung ist, dass die Polizei so Verhaltensmuster erstellen kann, um so den Tätern auf die Spur zu kommen.
Derzeit ist in Bernsdorf wieder Ruhe eingekehrt und die Täter scheinen aber nun in Lauta, Königsbrück und Hoyerswerda aktiv zu sein.

Betrug am Telefon

Eine weitere betrügerische Masche, die in Bernsdorf seinen Lauf nimmt, ist der Betrug am Telefon. Hier gibt es drei Varianten.

Variante 1: Ältere Menschen bekommen über ihr Smartphone eine Nachricht, dass ihr Kind oder Enkelkind jetzt eine neue Nummer hat und Geld benötigt. Auf solche Nachrichten sollte man nie reagieren und sie sofort löschen. Wenn man sich unsicher ist, ob es eine Betrugsnachricht ist oder doch eine echte, kann einfach diese Person auf ihrer alten Nummer anschreiben oder anrufen und nachfragen.

Variante 2: Das sind die sogenannten Schockanrufe. Am anderen Ende meldet sich jemand und weist sich als Polizist aus. Er berichtet von einem Unfall der Tochter, Enkeltochter oder anderen Familienmitgliedern und sagt, es gibt Verletzte oder gar Tote. Im Hintergrund hört man auch entsprechende Geräusche, die dem Sachverhalt mehr Glaubwürdigkeit verleihen sollen. Im Gespräch sagt der angebliche Polizist, dass, wenn man nicht möchte, dass seine geliebte Person in das Gefängnis kommt, man eine Kaution bezahlen solle. Ein Kollege würde zu einer bestimmten Zeit vorbeikommen und mit einem Codewort (welches man sich am Telefon ausmacht) vorstellen. Herr Kirschner sagt hierzu, dass es in Deutschland keine Kautionen mehr gibt. Und auch die Polizei kommt nicht vorbei, um Geld abzuholen. Er gibt den Tipp, im Gespräch nachzufragen und dabei zu lügen. Bsp.: Wenn am Telefon gesagt wird, ihr Enkel hatte einen Unfall und sie haben wirklich einen Enkel, dann fragen sie nach einem Namen, der nicht stimmt. Angenommen, ihr Enkel heißt Paul, dann fragen sie: Max, bist du es? Wenn dann mit Ja geantwortet wird, wissen Sie, es ist Betrug, da ihr Enkel ja Paul heißt. Gehen Sie auf keine Geldforderungen am Telefon ein.

Variante 3: Es gibt einen Anruf von angeblichen Polizisten, die sagen, sie hätten herausgefunden, dass ein Einbruch bei Ihnen stattfinden soll und sie sollten doch nun alle Ihre Wertsachen zusammensammeln und der Polizei übergeben. Diese würde vorbeikommen, die Wertsachen abholen und sicher verwahren. Auch das gibt es in Deutschland nicht. Die Polizei kommt nicht vorbei, um Wertsachen sicherzustellen.

Wenn Sie von Betrug oder Diebstahl betroffen sind, dann wenden Sie sich an den Bürgerpolizisten von Bernsdorf. Der Polizeihauptmeister Matthias Kirschner ist telefonisch zu erreichen unter: 035723 242-11 oder Mobil unter: 0162 2431460. Das Büro befindet sich im Rathaus von Bernsdorf, Rathausallee 2.
Die Sprechzeiten Ihres Bürgerpolizisten sind dienstags von 14:00 bis 17:00 Uhr und donnerstags von 10:00 bis 12:00 Uhr. Weitere Termine sind nach Vereinbarung möglich.
Sollten Sie Ihren Bürgerpolizisten nicht erreichen, wenden Sie sich an das Polizeirevier Hoyerswerda unter: 03571 465-0.

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