mein Bernsdorf – zum Kennenlernen

Juliane Kirfe ist aus Liebe zur Heimat nach Bernsdorf zurückgekehrt und ist jetzt Geschäftsführerin vom Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda

Fast jeder kennt ihn, den Gang ins Klinikum! Der Gang durch die große Drehtür, vorbei am Empfang und dann nach links durch die Tür, die sich automatisch öffnet. Egal ob der Weg einen weiter auf die Geburtenstation führt, in die Notaufnahme oder in ein Patientenzimmer, um einen lieben Menschen zu besuchen.

Juliane Kirfe geht diesen Gang täglich. Die junge Bernsdorferin ist seit Ende 2022 die Geschäftsführerin des Lausitzer Seenland Klinikums in Hoyerswerda. Mit nur 32 Jahren hat sie die Verantwortung für viele hundert Mitarbeiter, den Strukturwandel in der Lausitz sowie den Ärztemangel in unserer Region als tägliche Aufgaben auf Ihren Schreibtisch.

Doch wer ist diese junge Frau, die Ihre Kindheit in Straßgräbchen verbracht hat, in die Grundschule Bernsdorf eingeschult wurde und nach Ihrem Studium zurück in die Heimat gekommen ist?

Frau Kirfe ist eine junge Persönlichkeit, die Ihre Aufgabe mit Souveränität und mit großer Liebe zur Region meistern möchte, dass konnte man im Interview mit ihr klar raushören.

Nach dem Sie zwei Jahre in Dresden gewohnt hatte, beschloss Sie mit ihrem Lebensgefährten zurück in die Heimat zu ziehen. Da Sie ein totaler Familienmensch ist und Freunde und Familie um sich herum braucht, wollte sie nach Bernsdorf zurück. Heute wohnen die beiden zusammen in ihrem Haus mit Garten und unweit vom Waldbad entfernt, sodass sie die Natur um sich herum sehr genießen können. Und wenn mal ein Moment des Vermissens nach Großstadt aufkommt, so sagt sie, ist Dresden nur 45 Minuten von Bernsdorf entfernt und man muss es einfach machen. Als Grund für ihre Rückkehr sagt sie: „Mir macht das hier Spaß, so eine Funktion auszuüben, in der Region und für die Region, weil man da diese Verbundenheit hat und man auch weiß, warum man hier jeden Tag arbeitet. Man will ja was bewirken. Und das fällt mir hier einfacher, weil ich aus der Heimat und der Region komme, als wenn ich von wo anders wäre.“ Die Entscheidung, in die Heimat zurückzukehren, kann sie aus ihrer Sicht nur empfehlen, da man zu Hause das Umfeld um sich hat und einfach alles und jeden kennt.

Juliane Kirfe, Geschäftsführerin Lausitzer Seenland Klinikum Hoyerswerda

Redaktion: Was macht Bernsdorf für Sie in der Region Lebens- und Liebenswert?

Juliane Kirfe: „Es ist eine kleine Stadt, wo man alles hat. Es gibt viele Möglichkeiten zum Einkaufen, es gibt vieles wo man einiges erleben kann und es ist ein Ort, wo man sich noch kennt und noch grüßt. Ein Ort wo noch ein bissel was Privates mit dabei ist. Eine Großstadt wie Dresden ist extrem anonym und das ist in Bernsdorf eben nicht so, was mir sehr gut gefällt.“

Redaktion: Was ist Ihr Lieblingsplatz in Bernsdorf?

Juliane Kirfe: „Bernsdorf hat viele schöne Ecken. Also, tatsächlich sind wir ganz viel wandern und spazieren, ums Waldbad herum und den Blauen See. Ich liebe die Natur und die Ruhe und das haben wir bei uns vor der Haustür und deswegen bin ich da so gerne.“

Trotz dass sie ihre Heimat und Bernsdorf so liebt, findet sie es schade, dass es noch zu wenig Angebote an Veranstaltungen gibt, wie den Faschingsumzug oder die Partys des BKC im Grünen Wald. Ein Treffpunkt, wo man Leute wieder treffen kann, die man schon lange nicht mehr gesehen hat oder einfach mit Gleichgesinnten zusammenkommt. Schön wäre es, wenn der Grüne Wald mehr genutzt werden würde und hier zum Beispiel Silvesterveranstaltungen stattfinden würden, sodass man dafür nicht aus Bernsdorf wegfahren müsste.

In ihrer Freizeit dekoriert sie gerne die Räume ihres Hauses, welches sie im Dezember 2020 bezogen haben. Sobald Gartenarbeit möglich ist, verbringt Juliane Kirfe ganz viel Zeit in Ihrem Garten. Sie baut selbst sehr viel Obst und Gemüse an. Für sie ist das ihr Ausgleich zur Arbeit. Im Sommer ist es für sie ein Genuss, wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommt und sich einfach aufs Fahrrad setzen kann, um einmal nach Großgrabe und zurück zu fahren kann. Sie braucht die Natur als Ausgleich und da ist ein Garten genau das Richtige, denn hier muss sie regelmäßig gießen und kann nicht einfach sagen, dass lass ich heute mal.

Foto: Lausitzer Seenland Klinikum

Redaktion: Geben Sie als Lausitzerin dem Klinikum eine andere Handschrift als Ihre vergangenen Geschäftsführer, die nicht aus der Region stammten?

Juliane Kirfe: „Ich leg mich vielleicht sehr ins Zeug bei manchen Sachen und probiere mich mehr aus. Zum Beispiel die Hausarztpraxis in Bernsdorf_wäre vielleicht nicht gekommen, wenn ich hier nicht gearbeitet hätte. Das ist vielleicht so eine Besonderheit, dass man schon in der Region schaut und probiert, die Probleme zu lösen und sein Netzwerk zu nutzen. Innerhalb des Klinikums denke ich eher nicht, da legt man als Geschäftsführerin einfach alles rein.“

Redaktion: Wie war für Sie das Gefühl, die erste große Millioneninvestition für das Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda entscheiden zu dürfen?

Juliane Kirfe: „Man hat schon Respekt, das muss ich sagen. Ich bin ein extremer Zahlenmensch und muss das sowieso vorher alles durchplanen und mache keine unüberlegten Entscheidungen und dadurch ist schon eine gewisse Routine da. Gerade auch bei dem, was ich vorher gemacht habe, da hab ich mit solchen Zahlen Erfahrungen, aber in der Position ist es doch schon noch mal was anderes.“

Bei all den großen Zahlen und der großen Verantwortung für dieses Haus, macht Juliane Kirfe besonders die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen sehr viel Spaß. Besonders die Vernetzung zwischen Pflege und Arztteams und den vielen neuen medizinischen Themen, wo sie täglich dazu lernt, machen diesen Job für sie so spannend und interessant. Wichtig ist ihr auch, dass man was bewirken kann und aus dem Alltag heraus kann sie sagen, dass jeden Tag was neues Neues auf sie zukommt, was sie vorher nicht planen kann und so wird der Tag nie langweilig für sie.

Zukünftigen Ärzten und Kollegen im Klinikum kann sie Bernsdorf nur wärmstens ans Herz legen. Bernsdorf ist für sie eine kleine Stadt die sehr viele schöne Grundstücke hat und wo man alles vor Ort hat. Sie schätzt es, dass man sofort im Seenland ist, was viele Ärzte nicht so wissen und dass man so alles um sich hat. Mehrere Badeseen, wo man sich aussuchen kann, wo man hingeht. Und auf der anderen Seite ist man in 45 Minuten in Dresden, wo man dann wirklich alles hat, was man braucht. Das ist für sie eine ganz große Besonderheit die Bernsdorf da zu bieten hat. „Das Image dieser Region muss mehr beworben werden und dann hat die Klinik auch größere Chancen, Personal zu bekommen“, so Juliane Kirfe, Geschäftsführerin vom Lausitzer Seenland Klinikum Hoyerswerda.

Quelle, Bild Schreibtisch: © SAS GmbH, Foto: Jan Gutezeit

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