Kinderrechte im Fokus: The chocolate war – Süßes Leben mit bitterem Geschmack

Heute möchte Trafo ein Thema vorstellen, das nicht so fern ist, wie man es sich wünschen würde: völkerrechtlich verbotene Kinderarbeit.

Hiermit sind die Tätigkeiten gemeint, welche zum einen nicht altersgerecht sind und zum anderen der Entwicklung auf körperlicher, geistiger oder psychischer Ebene schaden. Häufig sind sie damit verbunden, dass den betreffenden Kindern ein Schulbesuch oder Spiel und Freizeit nicht oder nur stark eingeschränkt möglich sind. Hilfe im Haushalt oder Ferienarbeit im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zählen folglich nicht zur verbotenen Kinderarbeit.

Insbesondere, wenn Kinder als Soldaten, in sexualisierten Kontexten, in der Drogenherstellung bzw. im -handel, im Umgang mit schweren Lasten oder gefährlichen Stoffen bzw. Maschinen sowie in einem hohen zeitlichen Umfang oder nachts zur Arbeit eingesetzt werden, handelt es sich um ausbeuterische Formen von Kinderarbeit. Nicht selten sind diese kriminellen Vorgehensweisen begleitet von Kinderhandel, da zahlreiche Kinder von ihren Familien getrennt und zur Arbeit gezwungen werden.

Nach Schätzungen der internationalen Arbeitsorganisation ILO und UNICEF werden weltweit 138 Millionen Kinder zu Kinderarbeit genötigt. Rund Hälfte ist dabei gefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Ca. 10 Millionen Kinder sind von moderner Sklaverei betroffen. Die meisten leben in Afrika und Asien.

Das Mindestalter für eine legale Beschäftigung, welches in den meisten Staaten zwischen 14 und 16 Jahren liegt, wird im Rahmen der hier beschriebenen Kinderarbeit häufig unterschritten. So ist mehr als die Hälfte der Kinderarbeiter unter 12 Jahre alt.

Ein Blick auf die Produkte wie beispielsweise Schokolade, Baumwolle und Textilien oder Gold zeigt, dass weltweit Nutzen daraus gezogen wird. Um für dieses Thema zu sensibilisieren, wurde am 16.09.2025 der Film „The chocolate war“ vor Multiplikatoren im MGH Bernsdorf gezeigt, ausgewertet und diskutiert. Außerdem gab Frau Noack einen Einblick in die international geltenden Rechte und Regelungen für Kinder. Ein Gefühl für die Kakaobohnen konnten die Teilnehmenden ebenfalls gewinnen, indem sie diese in verschiedenen Verarbeitungsetappen betrachten konnten.

Wer gerne mehr über den Film und Möglichkeiten zur Arbeit damit oder dem Thema Kinderarbeit erfahren möchte, kann sich beim Team Trafo melden unter 0174-2463620 bzw. anika.noack@raa-sachsen.de oder 0179-6748209 bzw. heike.thomasius@raa-sachsen.de

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